Wir können keine Hosenscheißer gebrauchen
Die Verpflichtung von Publikumsliebling Stefan Emmerling entpuppte sich als Glücksfall. Der Musterprofi, der in erster und zweiter Liga für Kaiserslautern, Wattenscheid, Hannover und Duisburg spielte, wurde im Sommer 2000 arbeitslos, weil ihn die Zebras nicht mehr als Spieler, sondern nur noch als Jugendtrainer beschäftigen wollten. Seine persönlichen Karriere-Highlights waren der Aufstieg mit den 09ern 1990, das Pokalfinale des MSV 1998 gegen Bayern mit anschließender Uefa-Cup-Teilnahme und natürlich das Lizenzwunder der Fortuna. Volley traf den gebürtigen Heidelberger in der Kastanie bei Spezi und Schnitzel nach Wiener Art.
Herr Emmerling, warum ist Fortuna so schlecht?
Man muß bedenken, mit welchen Zielen wir in diese Saison gestartet sind. Es war in keinster Weise die Rede von der Meisterschaft. Aber wir Spieler haben dennoch gedacht, dass man bei einem guten Start eventuell in der Tabelle nach oben blicken könnte. Wir haben zwar die ersten beiden Spiele vergeigt, uns dann aber kontinuierlich gesteigert und sind bis kurz nach meiner Verletzung auf Platz 6 vorgerückt. In dieser Zeit hat die Mannschaft vor Selbstvertrauen gestrotzt. Beim 0:2 gegen die Werder Amateure gab es dann durch den Ausfall des kompletten Abwehrverbundes und den unglücklichen Spielverlauf einen mentalen Knacks. Bislang haben Trainer und Spieler kein Mittel gefunden um aus dieser Talsohle herauszukommen. Mit Weidemann und mir sind zwei Spieler ausgefallen, die auf dem Platz die Kommandos geben. Ohne uns ist das Team einfach zu ruhig und zu schwankend in seinen Leistungen. Es nützt kein Sieg in Braunschweig, wenn Du danach gegen Uerdingen unter gehst. Dann verlieren viele den Glauben an ihre Stärken, gerade wenn ein Heimspiel ansteht. Es wurde zurecht bemängelt, dass die Truppe sich nach einem Rückstand allzu oft in ihr Schicksal ergibt. Der Trainer arbeitet an einer Lösung in dem er viele Einzelgespräche führt und eine hundertprozentige Einstellung auf dem Platz einfordert.
Dass die Spieler nun endlich begriffen haben sollen, worum es geht, war im Laufe der Hinrunde immer wieder zu hören. Zumeist folgte eine Schlappe. Warum soll der Fan glauben, dass es diesmal stimmt?
Tim Kamp dürfte mittlerweile festgestellt haben, auf wen er sich verlassen kann. Da ist Charakter gefragt. Man darf sich nicht verstecken, muß die Bälle fordern, versuchen mitzuspielen. Es kam vor, dass die Spieler froh waren, wenn ein anderer den Ball hatte. Das ist Angsthasenfußball und den darf Fortuna in den restlichen 13 Spielen nicht mehr zeigen, sonst sieht es schlecht aus. Mit der Vertragsauflösung von Dzafic hat der Trainer ein unmißverständliches Zeichen gesetzt, das jeder verstehen sollte. Jetzt dürften alle wissen welches Verhalten gefordert ist und sich entsprechend verhalten. Ich selber habe mich immer maßlos über Dzafics Auftreten geärgert. In so einer prekären Lage, muß man sich einfach den Hintern aufreißen wie es z.B. ein Frank Mayer demonstriert. Zusätzlich hat Dzafic keinerlei Bemühungen unternommen um sich in die Mannschaft zu integrieren.
Viele Fans verweisen auf das eindrucksvolle 4:1 in Leverkusen und verstehen nicht, warum dieses Potential nicht häufiger ausgeschöpft wird. Oder war das nur ein Zufallstreffer, den auch jede schlechte Mannschaft 2 bis 3 mal pro Saison landet?
Wir hatten Glück, waren gut in Form und Leverkusen hatte ein Tief. Man kann sich über so einen Sieg freuen, muß dann aber die darauf folgenden Partien auch gewinnen. So etwas darf keine Eintagsfliege sein. Die wahren Kräfteverhältnisse haben sich im Rückspiel gezeigt. Nach der Niederlage in Dresden, haben sich die Spieler vorgenommen, gegen Bayer alles aus sich herauszuholen. Die Frage ist nur, ob das, was man rausholen kann, ausreicht um gegen Leverkusen zu gewinnen? Wir müssen konstanter werden, auch wenn man mal unglücklich verliert. Es kommt darauf an, dass das Publikum registriert, dass man alles versucht hat. Das Gefühl zu haben zu Unrecht von den Fans ausgepfiffen zu werden, ist bitter. Generell ist das Anspruchsdenken in Düsseldorf zu hoch. Hier wird oft darüber hinweg gesehen, was für eine Leistung man abgerufen hat, sondern es wird nur das nackte Ergebnis betrachtet. Wenn man nach einem verlorenen Spiel sich dennoch für die Unterstützung in der Kurve bedanken möchte wird man dann noch übel beleidigt. Dann bereue ich jedes Mal, dass ich überhaupt hin gegangen bin. Wenn man sich aber nicht stellt, wird man auch beschimpft. Wie man es macht ist es verkehrt.
Für die, die den Verein lieben, geht schon lange nicht mehr um Niederlagen oder Abstiege. Auch nicht um Befindlichkeiten einzelner Spieler. Die Fans haben einfach Angst, dass sie eines Tages aufwachen und Fortuna nicht mehr existiert. Die Leute, die jetzt noch hingehen sind ganz gutmütige Schafe, die kann man eigentlich gar nicht mehr aus dem Stadion vertreiben, nur, wenn man es abreißen würde – was ab Juni geschehen wird.
Jeder sagt, dass es unfaßbar für so eine Stadt wie Düsseldorf ist, das Fortuna nur in der dritten Liga spielt. Die Gründe und die Verantwortlichen dafür zu nennen, käme einer Never-Ending-Story gleich. Der eine schiebt es auf den anderen. Achenbach auf Nowak und zurück. Ich habe mit Achenbach nur gute Erfahrungen gemacht. Er weiß aber, dass es sein Kardinalfehler war, keinen sportlichen Berater zu engagieren. Denn er selbst hat vom Fußball absolut keine Ahnung, was er auch freimütig zugibt. Er hat sich vollkommen auf Aleks Ristic verlassen und bereut heute noch, dass er Jürgen Gelsdorf vor die Tür gesetzt hat. Die schwierige finanzielle Lage darf auf keinen Fall als Alibi für schwache Spiele herhalten. Gedanken an eine mögliche Lizenzverweigerung mindern sicherlich nicht unsere Motivation den sportlichen Abstieg unbedingt vermeiden zu wollen. Paul Jäger hat mir unlängst geschildert, dass die Situation im letzten Jahr weitaus schlimmer war, allerdings werden wir wieder auf fremde Hilfe angewiesen sein.
Fortuna muß ein Verein von Gewinnern werden. Verl muß hierhin kommen und wissen, dass sie naß gemacht werden. Wie könnte ein Masterplan aussehen, damit die Fortuna dauerhaft von der Todesschippe runter kommt und nicht mehr von der Hand in den Mund leben und alljährlich auf große Betteltour gehen muß?
Solch eine große Lösung wäre schön. Aber die Krux ist doch, dass z.B. die Planung für die neue Saison gar nicht stattfinden kann. Das ist jedes Jahr das Gleiche. Keine Führung, kein Geld und keine Ahnung, in welcher Liga man demnächst spielen muß. Die Planung für 2002/03 wird erst beginnen, wenn wir – wie wir alle hoffen - die Klasse gehalten haben. Dann wird es aber zu spät und der Markt leer gefegt sein. Deshalb wurden in der Vergangenheit Spieler nachverpflichtet, die nicht gut genug waren, um die Ziele zu erreichen. Nach einer Woche Probetraining kann man nicht erkennen, ob der Sportskamerad xy sich für den Verein in Wettkampfsituationen bewähren wird. Am Verhandlungstisch versprechen sie der sportlichen Leitung hoch und heilig, wie sehr sie sich für den Verein aufzuopfern gedenken und wenn sie dann mal nicht spielen, zeigen sie ihr wahres Gesicht. Im wirtschaftlichen Bereich müssen ganz neue Strukturen geschaffen werden. Die erhoffe ich mir durch die neue Satzung und den Aufsichtsrat, der den Vorstand bestimmt. Es müssen Leute an die Macht kommen, die das Vertrauen der Wirtschaft wecken um vernünftige Zukunftsperspektiven zu entwickeln. Mit Erwin hat der richtige Mann das Heft in die Hand genommen. Der Druck für ihn ist groß. Er muß eine vernünftige Struktur präsentieren, sonst sinken Düsseldorfs Chancen auf die WM 2006.
Handelt der OB aus Liebe zur Fortuna oder ist sein Engagement nicht vielmehr reines betriebswirtschaftliches Kalkül um die WM und Olympia für eine erfolgreiche Sportstadt zu sichern. Und um einem 200 Mio Euro teuren Stadion die Daseinsberechtigung zu erhalten mit Fortuna als einzig möglichem Hauptnutzer? Eine solche Arena wird sich nie ohne einen professionellen Fußballverein rechnen. Wer das Gegenteil behauptet ist ein Narr. Pur, Tina Turner und Marius sind out und Rhein Fire wird nie aus Gelsenkirchen zurückkehren.
Beides stimmt. Unsere enorme Tradition spielt eine gehörige Rolle dabei. Wenn Campino zu Gast bei Raab ist kommen Fortuna-Rufe aus dem Publikum. Daran ist zu erkennen, dass das Interesse noch da ist. Deshalb muß auch alles Erdenkliche unternommen werden, um den Verein wieder auf Vordermann zu bringen. Dafür ist der sportliche Erfolg unabdingbar, der wiederum von den Finanzen determiniert wird. Der Vorstand hatte diese Mittel nicht zur Verfügung und dementsprechend einen Sparkurs gesteuert. Allerdings hat der Schwebezustand der Affäre um Steffes-holländer enorm geschadet. Prinzipiell ist die Idee einer finanziellen Konsolidierung als Vorbereitung eines soliden Aufbaus richtig. Von der Sportwelt erwarte ich dagegen nicht mehr viel. Wenn man sich auf solch einen Partner einläßt, stecken andere Sponsoren zurück, weil die genau wissen, dass bei Erfolg nur die Sportwelt profitieren würde. Für beide Seiten wäre es das Beste, wenn ein sauberer Schlußstrich gezogen werden würde. Es gibt zuviel verbrannte Erde.
Ich hatte in der Zeit nach Duisburg lediglich ein Angebot aus Karlsruhe, die gerade in die dritte Liga abgestiegen waren. Der Kontakt zur Fortuna kam über Marcus Marin zustande. Daraufhin hat mich Achenbach angerufen und um ein Gespräch gebeten. Wir waren uns schnell einig, obwohl ich immer noch glaube, dass Ristic nicht mit meiner Verpflichtung einverstanden war. Addo, Fährmann und ich stießen in der Winterpause zur Fortuna, aber zumindest zwischen mir und Ristic gab es kein einziges Vier-Augen-Gespräch in den drei Wochen bis zu seiner Demission. Die Mannschaft hat gegen das Verhalten des Trainers rebelliert. Aber das Präsidium hat es nicht geschafft, schon vor dem Trainingslager eine Entscheidung zu treffen, so kam es in Portugal zum Eklat als es in der HZ-Pause des Testspiels gegen Aachen zu hitzigen Diskussionen kam und das Ganze eskalierte. Wir sind danach zum Vorstand gegangen und haben die Ablösung des Bosniers gefordert. Ristic hat auch zu verantworten, dass ein Christoph Kempers gescheitert ist. Als ich bei Fortuna im Gespräch war, habe ich mir den Kader angesehen und gedacht, das man mit diesem Potential niemals absteigen darf. In Babelsberg kam es dann zum Disput mit Fans, die mir vorwarfen, dass ich gesagt habe: „Mit mir steigt Fortuna nicht ab“ und dann ist es doch passiert. Ich konnte mich doch nicht hin stellen und sagen, mit mir steigt Fortuna auch ab. Mein Ziel war es die Klasse zu halten, aber alleine kann man das nicht schaffen. Mit dem mirakulösen Lizenzwunder habe ich überhaupt nicht gerechnet. Ich stand da schon mit anderen Vereinen in Kontakt und bin nicht mehr davon ausgegangen noch mal das Fortuna-Trikot überzustreifen. Jetzt kann ich mir durchaus vorstellen noch bis 2004 zu spielen. Andererseits möchte ich auch nicht, dass die Fans sagen, er hat den richtigen Zeitpunkt zum Aufhören verpaßt. Seine Karriere zu beenden ist eine schwierige Entscheidung.
Wie ist das, wenn die Mannschaft heute gefeiert und morgen aufs Übelste beschimpft wird? Denkt man sich dann: „Die können uns mal“?
Jeder möchte am liebsten immer gefeiert werden. Man geht in ein Spiel mit dem festen Vorsatz alles zu geben um zu gewinnen. Dass es manches Mal dann nicht so läuft, wie geplant, ist klar. Man steht auf dem Platz und es geht gar nichts. Die Beine bewegen sich nicht – warum auch immer. Das muß aber nicht immer an den Spielern liegen. Es kann auch sein, dass diese falsch trainiert wurden und nicht in der Lage sind, Großtaten abzuliefern. Unter Ristic hätte ich nicht dieselbe Leistung bringen können, wie in dem ¾ Jahr danach. Das hatte mit Mannschaftsführung nichts zu tun. Das war ein einziges Beschimpfen, Beleidigen und Nehmen von Selbstbewußtsein. Vielleicht wäre Fortuna mit Gelsdorf besser gefahren. Der kam ja wohl mit der Maxime nach Düsseldorf, den Verein in die zweigleisige RL zu führen und hat dies eindrucksvoll geschafft, obwohl er nicht denselben Etat zur Verfügung gestellt bekam wie später Ristic.
Das war situationsbedingt. Die Erleichterung darüber, dass Ristic weg war. Es gab keine Ausreden mehr. Der Trainer war in unserem Alter, sprach unsere Sprache, jeder wußte, dass er jetzt in der Verantwortung stand, da mußte Fuchs nicht viel erzählen. Und so ist die Mannschaft auch aufgetreten. So was kann nicht jeder machen - Fuchs konnte es. Er kam an die Mannschaft ran, hielt sehr gute Ansprachen, hat uns jedes Mal heiß gemacht und perfekt auf ein Spiel vorbereitet. Das Glück kam insbesondere im ersten Spiel gegen die BVB A dazu. Ich habe es so empfunden, dass endlich wieder ein echtes Team auf dem Platz stand. Und so kam das auch bei den Fans an. Dass man einen Trainer nach einer unglücklichen Niederlage in Lüneburg, mit der Begründung entläßt, er könne uns nicht mehr erreichen, obwohl wir in der Woche zuvor eindrucksvoll die Spitzenmannschaft aus Lübeck geschlagen haben, ist unbegreiflich.
Dazu haben Sie in einem WDR-Interview mit Britta Reckwaldt Stellung bezogen und scharf in Richtung Vorstand geschossen.
Damals ging es um die fadenscheinigen Gründe, die zur Entlassung von Uwe Fuchs geführt haben. Er war dem Präsidium ein Dorn im Auge, weil er wahrscheinlich von der SW installiert wurde. Das soll nicht bedeuten, dass ich mit Tim Kamp unzufrieden bin. Im Gegenteil: ich schätze dessen ruhige, menschliche Art. Der Zeitpunkt für einen Trainerwechsel war einfach unpassend. Ich war davon überzeugt, dass wir mit Fuchs sportlich die Klasse erhalten hätten. Ich habe damals gefordert, dass der Vorstand seine großen Versprechungen einhalten und den wirtschaftlichen Aufschwung der Fortuna initiieren solle. Es gab sogar mal ein Zitat aus der Führungsriege, dass wir besser absteigen sollten um in der Oberliga einen Neuanfang zu starten. Das ist der Mannschaft übel aufgestoßen.
Wie wird es weitergehen? Wird Kamp auf die Zukunft – wie nach der Pleite gegen Lev A groß angekündigt – oder weiter auf die Vergangenheit setzen?
Man kann jetzt nicht 6 – 8 Spieler austauschen. Die Leistungsträger der Zweiten können aus beruflichen Gründen nicht am geregelten Trainingsbetrieb teilnehmen. Es sind bestimmt viele dabei, die das Zeug dazu haben RL oder höher zu spielen, aber die muß man sich entwickeln lassen. Man darf nicht vergessen, dass wir Vorletzter in der Oberliga sind. Wie sollen diese Spieler dann Fortuna vorm Abstieg aus der RL retten? Jetzt nur auf junge Spieler zu setzen wäre fahrlässig. Kamp wollte vielmehr die Etablierten wachrütteln, die dafür verantwortlich waren, dass es Fortuna so dreckig geht. Sie sollten in die Pause gehen, mit der Ambition sich professionell auf die 13 Endspiele vorzubereiten. Aber der Einsatz von sechs Nachwuchsleuten gegen Siegen hat bewiesen, dass Kamp bereit ist dieser Aussage Taten folgen zu lassen. Den Kader sollten nächste Saison zehn gestandene RL-Kicker und die Besten aus A-Jugend und zweiter Mannschaft bilden. Dass wäre genau der richtige Weg, damit die Talente dem Verein nicht verloren gehen, die Fortuna ausgebildet hat und die nicht direkt den Sprung schaffen. Damit könnte man zukünftig konkurrenzfähig sein. Nach meiner Einschätzung haben meine Jungs feste Ziele vor Augen und wollen diese auch mit der Fortuna erreichen. Nur, wie sieht ihre Zukunft bei Fortuna aus? Eigentlich müßten die Perspektivspieler jetzt schon Verträge für die nächste Spielzeit in der Tasche haben, egal in welcher Liga. Aber niemand ist an sie herangetreten und sie selbst haben keinen Ansprechpartner. Andere Vereine sind schon aufmerksam geworden.
Kann man als Fortuna-Profi angesichts der heftig baumelnden Damokles-Schwerter Lizenzverweigerung und Abstiegskampf überhaupt Spaß an der Arbeit haben?
Ich habe Spaß, aber ich kann da nur für mich sprechen; gehe aber davon aus, dass es die Anderen ähnlich empfinden. Ich betrachte es als Ehre in einer so schönen Stadt arbeiten zu dürfen, fahre morgens voller Vorfreude zum Training. Aber: Je öfter man verliert, um so weniger Freude macht es. Man kann förmlich bei einigen Spielern beobachten, wie sehr sie verkrampfen, je größer der Druck wird, ein bestimmtes Spiel unbedingt gewinnen zu müssen. Das sind nicht nur die jungen Spieler. Es hat Fortuna in den letzten Jahren im negativen Sinne immer ausgezeichnet, dass die wichtigen Spiele verloren wurden. Das war im Sommer so, als es nach Aue ging und zuletzt gegen Leverkusen. Fortuna muß darauf achten, echte Typen zu verpflichten. Strelec macht einen guten Eindruck und auch von Kondev, der im Sommer keine echte Vorbereitung hatte, verspreche ich mir einiges. Shittu muß sich der Situation stellen. Er muß sich bewußt sein, dass es gegen den Abstieg geht und sollte nicht so viel auf seinen Berater hören. Beide Stürmer sind noch jung, aber man darf nicht immer nach Entschuldigen suchen. Sie haben das Potential und wenn sie es nicht abrufen sind sie für die dritte Liga ungeeignet. Darauf wird zukünftig geachtet werden. In den nächsten Wochen können wir keine Hosenscheißer gebrauchen.
Herr Emmerling, wir danken Ihnen für das Gespräch und wünschen Ihnen und Fortuna alles Gute!
erschienen in Nimm mich Volley Nr. 6 am 03. März 2002