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Seid gegrüßt, Ihr F95-Experten und Tüftler da draußen. Die nachfolgende Geschichte beschreibt die Wanderschaft des jungen Dieter Bierbaum (mittlerweile erimitierter Rekord-Stadionsprecher Deutschlands mit über 600 Einsätzen bei Heimspielen von Fortuna Düsseldorf) von seiner Geburtstadt Osterode an den lieblichen Rhein nach Düsseldorf. Im Text sind die Namen von Fortuna-Spielern eingebaut. Diese können sich auf mehrere Wörter verteilen und von der originalen Schreibweise leicht abweichen. Auf geht’s, Dieter:

Eines schönen Tages fragte Dieters Vater seinen Sprößling: "Kommst Du nachher mit zum Campen in den Edwalds, Sohn? Keine Zeit, Vater. Ich muß noch meine Haare köhnen, denn baltes es dunkel.


Eine Ausrede. Dieter hatte ganz andere Pläne. Anstatt in aller Früh seinen Tonello umzuschnallen, wollte er die Schule wenzeln. Heimlich verließ er im Morgengrauen die elterliche Breizimmer-Wohnung mit Thiele. Es regnete in Strömen. Bei dem Shittu Wetter, streckt man normalerweise keinen Zedi aus der Tür sondern geht husch beck ins Körbchen. Aber er wollte seine Heimat verlassen und in die große Stadt aufbrechen. Düsseldorf war sein Ziel. Als er über die Brücken und durch die Gassen des Ortes ging, traf er Ali, den Busfahrer. "Tolkmitt im Kliklaklawittmannbus", forderte dieser ihn auf, noch etwas bless um die Nase. Er wolters, aber er konnte nicht, denn langsam wurde es immer heller. "Tut mir leid, aber ich bin kein yonga mehr." "Ach, gleb nicht so an", erwiderte Ali und zog weiter schwinkend durchs Dorf. Offensichtlich pasicte ihm nicht, daß Dieter mittlerweile ein junger Erwachsener war. Dieter ging weiter. Bald hatte er den Ortsrand erreicht. Er suchte Schütz vor dem nicht nachlassenden Regen. Aber, ohne Jack war er nach einem kräftigen Schauer dignaß. Was sollte er tun? Leider war kein Hotel Mauritz-Carlton in der Nähe. Ein Erdloch konnte er auch schlecht buddeln. Nach Stunden auf der Wanderschaft, in denen er nur einmal kurz, neben einem Busch, sich auf einem Steinhauf ausgeruht hatte, kam er an ein Backhaus. Dort roch es nach Mehl. Hornissen summten an ihm vorbei. Er verspürte unbändigen Unger. Bisher lebte er von der Hand in den Lund. Der Sinn stand ihm nicht nach Buncohl sondern nach Eierormslev, mit Kanderszucker. Dieter trat ein. In dem Wirtzhaus saß ein gut genehrter bauer, alles andere als ein Addonis. Seinem Dialekt nach könnte es Hesse Jamebas gewesen sein. Geben ist seliger als nehmen, war das Motto des Einheimischen und so bestellte er an der bahr dy beks sowie Dasbach Uralt für Dieter und sich. "Wohin des Weges, junger Mann?" "In die Stadt der Götter. Nach Düsseldorf!" "Aha". Es herrschte eine angenehme Stiller, bevor der Bauer aussprach: "Dort bin ich auch einmal gewesen. Lange bevor ich mir einen wolff rammte. Auf dem Speicher habe ich noch eine Kiste Bücher, mit Erinnerungen an die schöne  Zeit." Der Mann ging. Dieter vergaß seinen Nachtisch (Daniel plus Sahne), strich sich einen Büschel Tare aus der Kirn und folgte ihm. Am Kamin erzählte der Mann, der sich Jan S. nannte, von den heldenhaften Sportlern der Stadt, die artistengleich, mehrere Chaloupka schlugen und die Menge in ihren Büns zogen. Diese Oase der Fußballschmidkunz, bot noch andere Attraktionen. Im städtischen Diergardten waren Fuchs, Geyer und seltene Delphinhaye zu besichtigen. Der Wal war leider kurz nach seiner Ankunft von den Galakos-Inseln verendet.


Glücklich schlief Dieter ein. Er träumte von Schlössern und Feen. In seinem Traum, brachte ihm eine kernige Grabotin eine Einladung an den Hof von Kaiser Andreas, der über ihn herzog, weil Dieter nicht rechtzeitig zu seiner Krönerung gekommen war. Nach versöhnenden Worten, feierten sie ein rauschendes Fest und Dieter wurde zum Abschied helm reich beschenkt. Ein Hahn krähte. Dieter wachte auf. Nach ausgiebigem Alkoholgenuß war er noch völlig breitzke und strack, trotzdem hatte er bei dem Gedanken an seine Ex-Freundin, der er nie stroy sein konnte, einen Stefes. Sein Gastgeber, der sich als bunter Gärtner entpuppte, bocian ihm den weg zu erklären, doch plötzlich mußte er nielsen. „Hansen nicht mal ein rothes Tuch für mich?“ „Hier bitte.“ Er nahm seinen Hutka, und machte sich auf den Rest des Weges. Seine Krafft war zurückgekehrt. Die karguse Landschaft war überwunden. Die Bäume waren voller Blättel. Lu ging er immer schneller, um nach den Hom- auch den Krüssenberg zu überwinden. Der Winter war nun endgültig vorbei. Verschwunden war die kühle Mertzlufft, als er noch einen dicken Shala benötigte. So langsam wurde es Bommer. Kleine woyke zierte den blauen Kimmel. Die Gegend wurde immer gebirgiger und Dieter geriet ins schmitzen. Am Fuße des Oberleitners, neben einem kristallklaren Seel, lag ein prächtiges Bockenfeld, auf dem Theis wuchs. Hier rastete er. Sein Magen knurrte. Er kremerte in seinem Rucksack. In ihm befand sich nur noch ein Hellriegel und eine fleere Flasche Fanzbrandtwein. Seine noth war groß. Ein Mann auf einem Rad mit Schuh passierte ihn weit. Er führte einen mächtigen Degen mit sich. Stattlicher Schmuck eines edlen Ritters. Dieter rief „Löhr mal her, Fremder“. Keine Antwort. Es muß ein Dauber gewesen sein. Schließlich reagierte der Angesprochene doch, dreherte, stellte sein rada ab und winkholte zu ihm rüber. Zunächst führten sie ein looses Gespräch über fregene Mädchen und sonstiges jörres Gemüse, das bald im Keim erstickte. Zum Abschied gab der Mann, der Zöllner war, Dieter reichhaltig Verpflegung mit auf den restleichen Weg. Mais, Glavas-Brote und Eisbein á la Trappatoni. Nicht gerade Dieters Geschmack, aber lieber einen Kopatz in der Hand als ein Hähnchen auf dem Fach. Unser Titelheld legte die folgenden Tage im Wagen eines gewissen Dr. Azics zurück, den er in der Lüneburger Heide an einer Tengstedte kennengelernt hatte. Der Arzt erzählte Dieter von seinem talentierten Sohn, der eines Tages ein ganz Großer werden soll. Der Harzer war völlig plattgewalzt und bereit alles zu glauben. Plötzlich rannte an einer Weide ein Mann auf die Straße. Dieter war novak und schrie: „Fahrihnan“, doch Azic wich aus und so kam man am Abend heil in Düsseldorf an und Dieter war am Ziel seiner Träume. Was in den folgenden dreißig Jahren geschah, ist in jedem guten Geschichtsbuch nachzulesen oder fragt den Meister selbst. Dieter wir lieben Dich. Gutes Besserung.

erschienen in Nimm mich Volley Nr. 1, 01. August 1999

erschienen in Nimm mich Volley Nr. 2, November 2000

 

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Tag(s) : #Fußball pur!, #Mein Leben als Fortuna-Fan
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