Blackout am Steuer oder die längste Einbahnstraße der Welt
Michael Meier, Du Kommerz-Hooligan
Der in edles Tuch gewandete, feine Herr Meier ist ein derart unangenehmer Zeitgenosse, daß es fast schon faszinierend ist seine Auftritte zu verfolgen. Wie er in Interviews, Fragesteller mit erhobenem Zeigefinger zurechtweist, wenn diese ihn nicht wortwörtlich zitieren, ist von abschreckender Arroganz. Daß er ausschließlich an der Gewinnmaximierung seiner bescheuerten Biene Maja AG interessiert ist, versucht er zwar durch sein peinlich übertriebenes christliches Auftreten zu verschleiern. Er scheitert aber kläglich. Begonnen hat es mit seinen Theorien zur Legitimation der Pro-15:30-Bewegung. Er bezweifelte, daß diese die Mehrheit der Fans repräsentiert. Völlig entrückt vermutete er, daß ein paar Leute auf eine sehr intelligente Weise im Internet Forderungen aufgestellt haben, hinter denen wahrscheinlich die wenigsten Fans wirklich stehen: „Da ist eine Lawine los getreten worden, die Fans wurden instrumentalisiert. Und jetzt machen viele nur mit, weil alle das tun und denken nicht mehr nach, was sie eigentlich erreichen wollen.“ Er findet die Argumentation von Pro-15:30 nicht überzeugend und stellt die Frage, ob wir Fans nicht fehlgeleitet sind. Manager wie Meier, haben jeglichen Bezug zum Fan und zur Seele des Fußballs verloren. Daß er Jammertitte Christian Wörns anläßlich dessen Beinahe-Rücktritts vor des Kaisers Grollen in Schutz nahm, tat besonders weh. Meier wertete Beckenbauers Kritik an Wörns auch "als Attacke gegen Borussia Dortmund" und forderte "Da muss Völler sagen, so geht es nicht". Falls eine solch deutliche Aussage zu Gunsten von Wörns ausbleiben sollte, müsse beim BVB überlegt werden, ob man zukünftig "ohne weiteres seine Nationalspieler abstellen" wolle. "Wenn Beckenbauer meint, man könne ohne Wörns auskommen, dann soll er auch die Alternative nennen: Es gibt keine." Ich kann ohne den BVB und Wörns auskommen, sehr gut sogar.
Verschwindet aus unserem Leben und gebt uns vorher den Fußball zurück, fordert Volley